"Der kreative Weg ist eine Reise ins Herz und in die Seele - eine Reise durch ein Land voller Wunder und fremdartiger Hindernisse, durch unsere Traumwelt und ihrer leidenschaftlichen, verborgenen Weisheit."

(Michele Cassou)


Kreativität ist ganz eng verknüpft mit dem Thema "Aufwachen" aus spiritueller Sicht.

Enstammt sie doch der Quelle unseres Seins. Unseres So-Seins. Am besten kann ich es erklären,

anhand eines Beispiels:


Es gibt vorgefertigte Mandalas zum Ausmalen. Die Formen und Motive hat sich jemand ausgedacht.

Dieser Jemand bist aber nicht du. Du malst "nur" aus. Das kann einen meditaven Effekt haben.


Die andere Variante wäre, wenn du dich vor ein weißes Blatt Papier setzt, deine Aufmerksamkeit in

dein Inneres lenkst und intuitiv dein eigenes Mandala kreierst.


Intuitiv bedeutet, dass du ohne nachzudenken malst. Deine Hand führen lässt von einer unsichtbaren Kraft.

Kreieren bedeutet, dass du dir darüber bewusst wirst, dass du ein Schöpfer bist, der aus sich selbst heraus etwas kreieren - erschaffen kann. Ohne Vorgabe. Aus dem gegenwärtigen Augenblick heraus, ohne Plan, ohne Konzept, ohne Konstrukt.


Ich weiß, dass viele Menschen glauben, dass sie nicht malen können. Deshalb begnügen sie sich mit Vorlagen.

Ich persönlich finde Vorlagen sterbenslangweilig. Sind die Motive auch noch so schön. Sie können anregen und dir anfangs helfen, dich ins Malen hineinfallen zu lassen. Aber ob du damit letztendlich zufrieden bist, weiß ich nicht.


Vielleicht könntest du es wagen, dich der Konfrontation mit einem weißen Blatt zu stellen.

Es kommt auf einen Versuch an.


Sehr inspirierend zum Thema "Intuitives Malen" ist "Point Zero" von Michele Cassou.


Doch was genau ist Kreativität?


  • "die Quelle der Persönlichkeit. Aus ihr dringt die Ader des Glücks ans Licht" (Wilma Eudenbach)


  • "die höchste Kraft der Individualität" (Gerhard Uhlenbruck)


  • "etwas durch dich in Erscheinung treten zu lassen" (Irina Rauthmann)


  • "Einfallsreichtum" (Mel Rhodes)

Michele Cassou

Es gibt 3 große Blockaden, die wahre Kreativität verhindern. Dabei spielt es keine Rolle, ob du malst, schreibst, bastelst oder irgendetwas anderes machst.


1. Die Konzentration auf das Ergebnis.

Solange du dich bei einer Tätigkeit, ständig auf das Ergebnis konzentrierst, befindest du dich außerhalb von dir. Du bist quasi außer dir. Dann empfindest du Langeweile oder wirst wütend. Du vergleichst dich mit anderen und fragst dich, ob das, was du machst gut genug ist. Gut genug für wen? Im Vergleich mit wem oder was?


Beobachte deine Gefühle. Beobachte deine Gedanken und lass sie ziehen. Vertraue auf den Prozess.


2. Die Kontrolle

Vertraust du deinen Fähigkeiten, bzw. dem Prozess nicht, kontrollierst du jeden Handgriff. Dies verhindert, dass du dich ganz in deine Arbeit vertiefst. Du bist nicht im Flow. Deine Arbeit fließt nicht. Kommt nicht recht voran. Ständig hälst du inne, um deine Arbeit zu kritisieren.


Da kommen vielleicht Sätze zum Vorschein wie: "Dafür bist du noch zu klein, zu jung, zu alt, zu untalentiert", und so weiter.


Tu so, als ob du hinter dir stehst und dich selbst beobachtest. Wie du dich mit freundlichen Worten aufmunterst und dich lobst.  "Gut gemacht, weiter so, du machst das sehr gut, schau mal, was du alles kannst..". Krieche förmlich in die Arbeit hinein, so dass du jegliches Zeitgefühl vergisst.


3. Die Bedeutung  

Während wir etwas Neues erschaffen, versuchen wir dem so schnell wie möglich, eine Bedeutung zu geben. Obwohl wir noch nicht recht wissen, was dabei herauskommen soll. Es muss ja alles einen Sinn haben. Diese Stimme kommt, wie alle Blockaden, aus dem Verstand. Dein Verstand ist NICHT in der Lage etwas Neues zu kreieren. Er kann nur das machen, was er kennt.


Kreativität kommt aus einer Tiefe, zu der dein Verstand keinen Zugang hat.


Eine magische Frage kann die Blockade lösen. Z.B. "Was würde ich machen, wenn ich alles tun könnte? Wenn niemand zu sehen bekäme, was ich hier tu, wenn es vollkommen egal wäre, ob es einen Sinn ergibt oder nicht, wenn es ohne jede Bedeutung wäre?"

Michele Cassou

Alle Antworten, die du brauchst, findest du in dir selbst. Je besser du dich selbst kennenlernst, desto kreativer wirst du. Kreiere deine eigene Schöpfung. Egal was andere denken könnten oder würden. Denn was die anderen wirklich denken, weißt du nicht. Diese Befürchtung entspringt deinem eigenen Verstand. Es ist eine Falle. Daher ist es egal. Ignoriere es einfach und fang an.


Das Wichtigste dabei ist, dass du liebst, was du tust.


Jeder von uns ist ein wichtiges Mosaikteil im Ganzen.

Die Welt ist nicht interessiert an Kopien.


Die Welt braucht Dich und deine Kreativität.


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