2. Mai 20


"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er

nicht tun muss,was er nicht will" (Jean-Jacques Rousseau)



Immer wenn ich auf meinem Balkon sitze, höre ich den Kanarienvogel vom Nachbarn singen.

Dabei habe ich jedesmal denselben Gedanken.


Wie kommt es, dass er so schön singt, obwohl er eingesperrt ist?

Vermutlich ist er bereits hinter Gitterstäben geboren. Er kennt nichts anderes.


Ich erfreue mich an seinem Gesang und gleichzeitig tut er mir leid. Ich frage mich dann immer:


  • Was würde er tun, wenn die Käfigtüre geöffnet würde?
  • Würde er die Chance nutzen und wegfliegen?
  • Wie lange könnte er da draußen überleben?
  • Ist es wirklich besser in Freiheit zu sterben, als in Gefangenhaft zu leben?


Träumt dieser Vogel überhaupt von Freiheit?


Wer denkt das? Wer ist es, der  über die Träume eines Kanarienvogels nachdenkt?

Da ich nicht wissen kann, ob und was ein Vogel denkt, können es nur meine eigenen Gedanken sein.

Ich kann mir auch einreden, dass ich mich in ihn hinein versetze und mir deshalb diese Gedanken kommen.

Doch letztenendes bleiben es meine Gedanken.


In Bezug auf das obige Zitat wird mir klar, warum ich das Thema Freiheit gerade jetzt wieder auf dem Schirm habe.

Ich projiziere meine Gedanken auf den Vogel meines Nachbarn. Er ist der Spiegel für ein Thema,

das mich und ganz viele andere Menschen zur Zeit beschäftigt. Für das sie sogar auf die Straße gehen.


Für die Menschenrechte.


"Die Würde des Menschen ist unantastbar" (Artikel 1 im Grundgesetz).


Um "Corona" geht es längst nicht mehr. Wenn man genau hinschaut.


Ist Impfzwang nicht gleichzeitig die Abschaffung der Würde, in Bezug auf Artikel 2, der da heißt:

"Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten

als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt"?


Ich bin FÜR die Menschenrechte.


Nicht GEGEN die Abschaffung.


Gegen etwas zu sein bedeutet Widerstand.

Aus spiritueller Sicht, mache ich mit Widerstand das Thema nur größer und bewirke damit genau das Gegenteil

von dem, was ich ursprünglich wollte.


Lohnt es sich denn überhaupt für Freiheit zu kämpfen? Bedeutet Kampf nicht auch gleichzeitig Widerstand?


War Gandhi nicht auch ein Freiheitskämpfer?

Ja - jedoch ohne Gewalt. Er hat bewiesen, dass es tatsächlich zum Erfolg führen kann, wenn man sich FÜR eine Sache einsetzt.

Ich kann in Gandhi einen Menschen sehen, der GEGEN Ungerechtigkeit gekämpft hat oder einen Menschen, der sich FÜR

den Frieden eingesetzt hat. Das kommt ganz auf meine eigene Gesinnung an.


Wie ich die Welt betrachte, was ich mir für diese Welt wünsche und warum.


Warum ist mir Freiheit wichtig und was verstehe ich darunter?

Damit lande ich wieder bei obigem Zitat.


Ich möchte selbst entscheiden, ob ich mich impfen lassen möchte oder nicht, ob ich weiter in dieser Staatsform

leben möchte oder nicht. Wenn mir diese Freiheit von einer Regierung verweigert wird, dann möchte ich die

Freiheit haben, anderswo zu leben. Wird mir auch dies verweigert, weil die Grenzen für mich geschlossen bleiben -

ohne Impfung - entscheide ich mich DAFÜR, eine andere Staatsform zu wählen und diejenigen zu unterstüzen,

die daran arbeiten. Dies hat nichts mit Narrenfreiheit zu tun, sondern mit meinem Geburtsrecht auf ein

menschenwürdiges Leben.


Fazit:

Ich sehe in Gandhi meinen eigenen Gerechtigkeitssinn, meinen eigenen Freiheitsdrang und meine eigene

Vorstellung von einem Leben, in Frieden.


Ich sehe in dem Gesang des Vogels meines Nachbarn meine eigene Angst davor, mich so sehr an Gefangenschaft

zu gewöhnen, dass es mir irgendwann nicht mehr auffällt.


Die andere Variante wäre, mich einem Leben in Gefangenschaft und

Unterwerfung hinzugeben, zu jubilieren und einfach zu akzeptieren, das was ist.

So würde es vermutlich ein spiritueller Meister machen.


Doch es scheint, dass ich noch nicht so weit bin. Das zumindest kann ich akzeptieren.


Diese Webseite setzt Cookies ein. Mit der weiteren Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Ich akzeptiere