23. Mai 20


"Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das was er schon ist." (Henry Ford)


Es gibt für Schriftsteller einen magischen Satz, wenn sie von einer Schreibblockade gebeutelt werden.


Was wäre wenn!?


Warum ist dieser kurze Satz magisch?


Weil er die Fantasie zu vielen Möglichkeiten anregt. Es kommt jetzt nur noch darauf an, welche Bilder und Gedanken der jeweilige Schriftsteller sich aus dem Meer der Möglichkeiten herauspickt.


Und was wäre, wenn er sich diese Frage nicht gestellt hätte? Auch hierzu gibt es viele Möglichkeiten.


So ähnlich ging es mir in meinem gestrigen Experiment.


Hätte ich mich gegen die Blockade gewehrt, hätte ich vielleicht frustriert aufgegeben. Das Experiment hat neue Gedanken in mein Bewusstsein gespült. Einer davon hat mich besonders getriggert. Ich habe mich heute morgen gefragt, wieviele Möglichkeiten z.B. ein Roboter hat?


Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass ihm das Bewusstsein fehlt und er nicht am morphischen Feld angeschlossen ist. Demnach kann er lediglich nur das Wissen ausspucken, dass ihm sein Programmierer einprogrammiert hat. Er ist nicht in der Lage, am kollektiven Bewusstsein anzudocken. Der Zugang ist ihm versperrt.


Was wäre wenn - diese Frage kann er sich selbst nicht stellen, weil er weder eine Seele noch ein Bewusstsein hat. Schon gar keine Intuition. Er ist nur eine Maschine.


Durch mein Experiment ist mir auch klar geworden, dass es egal ist, ob und was wir machen, bzw. ob und was wir NICHT machen. Alles hat eine Auswirkung.


Und damit sind wir bereits beim heutigen Thema!


Kann ein Schmetterling mit einem einzigen Flügelschlag, einen Sturm auslösen?


Wie sensibel reagieren wir auf kleinste Veränderungen durch unser Tun, bzw. unser Nicht-Tun?


Was wäre wenn dieser eine Flügelschlag genau der eine winzige Luftzug ist, der gefehlt hat, einen Sturm auszulösen?


Jeden Tag treffen wir Entscheidungen. Viele unbewusst und einige bewusst. Doch sind wir uns auch darüber bewusst, was diese Entscheidungen bewirken?


Beispiel: Du fährst mit dem Auto langsam auf eine Kreuzung zu. Ein anderer nimmt dir die Vorfahrt. Was wäre gewesen, wenn du schneller gefahren wärst? Wäre es zu einem Unfall gekommen? Hinterher ist das reine Spekulation.


Hattest du dein Fahrtempo bewusst beschlossen oder war das Zufall?


Oder kann es sein, dass dir deine Intuition geraten hatte, langsam zu fahren, weil dein Bewusstsein bereits wusste, dass "es" sonst passiert?


Anderes Beispiel: Du gehst durch die Stadt, hast es eilig und triffst einen Bekannten. Wie entscheidest du dich? Nimmst du dir die Zeit zum Reden, oder winkst du nur kurz und läufst weiter?


Du entscheidest dich vielleicht dafür, weiterzuhasten und vergisst diesen Moment, doch kann es passieren, dass du Jahre später erfährst, dass diese Person, für die du dir die Zeit nicht genommen hast, gestorben ist. Welche Auswirkungen hat das auf dich? Auch dafür gibt es viele Möglichkeiten.


Es lohnt sich, ab und zu über diese Dinge nachzudenken. Denn wir beeinflussen uns täglich gegenseitig. Ob wir das wollen oder nicht, ob uns das bewusst ist oder nicht. Und unsere Entscheidungen bestimmen wie es weiter geht. Bestimmen was wir erleben und bestimmen, welche Erfahrungen wir machen.


Und unser Verhalten macht etwas mit anderen. Wirkt sich auf irgendeine Weise aus. Das ist Fakt.


Stell dir an dieser Stelle einmal die Frage: Was macht mein alternatives Ich gerade?


Welche Auswirkungen hatte es, dass ich heute früher aufgestanden bin als gestern? Dass ich nicht gleich auf eine wichtige e-mail geantwortet habe? Dass ich mich gegen Haustiere entschieden habe und so weiter. Wer weiß das schon?


Vielleicht hast du dir duch den Verzicht auf ein Haustier, Ärger mit deinem Vermieter erspart oder du erfährst nicht wie es ist, von einem Haustier empfangen zu werden, wenn du von der Arbeit nach Hause kommst. Keiner weiß.


Das ist der Butterfly-Effekt


Diesen Begriff formulierte als erster der Meterologe Edward N. Lorenz 1972.


"Lorenz stieß auf das chaotische Verhalten seines Modells eher zufällig.

Um Rechenzeit zu sparen, hatte er bei der numerischen Lösung der o. a. Gleichungen auf Zwischenergebnisse bereits durchgeführter Berechnungen zurückgegriffen, hierbei jedoch nur drei Dezimalstellen berücksichtigt, obwohl der Computer mit einer Genauigkeit von sechs Dezimalstellen rechnete.


Das Resultat waren zunehmende Abweichungen im Zeitverlauf zwischen den alten und neuen Berechnungen, was Lorenz zu seinen Aussagen über die Sensitivität gegenüber den Anfangsbedingungen bewog.


Von nahezu demselben Ausgangspunkt divergierten die Wetterkurven, bis sie schließlich keine Gemeinsamkeit zeigten." (Wikipedia)


Dieser Effekt beweist, dass ein komplexes System unserer Welt, auf die kleinsten Veränderungen empfindlich reagiert.


Dass z.B. der sanfte Flügelschlag eines Schmetterlings nur durch eine lange Kettenraktion, die sich langsam hochschaukelt, tatsächlich am anderen Ende der Welt,  einen Sturm auslösen kann.


Das hängt von vielen Einflussfaktoren ab, die man nicht vorhersagen kann.

Es entsteht quasi ein Chaos, weil alles mit allem verbunden ist und jede kleinste Bewegung sich in irgendeiner Form auswirkt, von denen wir keine Ahnung haben.


Und was wäre gewesen, wenn es die Corona-Krise nie gegeben hätte?


  • Was hat die Krise bisher in deinem Leben alles verändert?
  • Was konntest du alles nicht mehr tun?
  • Wozu warst du gezwungen?
  • Welche tiefgreifende Veränderungen gibt es dadurch in deinem weiteren Leben?


Triff heute deine Entscheidungen ganz bewusst.

Mach dir bewusst, welche Auswirkungen diese Entscheidungen haben können.



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