5. Mai 20


"Jeder Tag ist ein neuer Anfang" (Thomas Stearns Eliot)



Kennst du das?


Es gibt Tage, an denen es lange dauert, bis der Klingelton deines Weckers dich erreicht.

Du bist noch im Halbschlaf, doch deine Gedanken schnattern bereits laut durcheinander,

wie ein Stall voller Gänse, die auf die Wiese wollen.


Das nervt.


Aufwachen kann anstrengend sein. Nämlich immer dann, wenn du weiter schlafen willst.

Wenn du keine Lust hast, dich dem Tag zu stellen mit seinen Anforderungen.


Analog dazu gibt es noch ein anderes Aufwachen.


Du kannst dir z.B. die Fassade eines schönen Gebäudes betrachen und es dabei belassen.

Wenn du jedoch neugierig bist, interessiert dich vielleicht die Geschichte dazu.


Wer hat es gebaut? Und wozu?


Und je mehr du dich damit befasst, desto mehr wirst du erkennen.


Aufwachen bedeutet also auch zu erkennen, was sich hinter einer Fassade befindet.

Dies erfordert Energie. Und vielleicht kommen bei deiner Nachforschung Dinge zum Vorschein,

die dir zu schaffen machen. Die du erst gar nicht glauben kannst. Und die dennoch wahr sind.


Vielleicht erfährst du, dass dieses Gebäude mit der der schönen Fassade erschaffen wurde,

um Pläne zu entwickeln, die der Menschheit schaden werden.


Verlasse dich also nie auf die Fassade eines Gebäudes oder eines Menschen.

Bleib nicht an der Oberfläche hängen. Sei ein/e Forscher/In.


Ein Schlafender belässt es bei der Fassade.

Er bleibt in seiner Träumerei hängen, weil es bquem ist.


Ein Neugieriger forscht.


Ein Erwachter handelt.


Lass mich das anhand der folgenden Zitate erklären.


#1 "Das Leben ist das allmähliche Erwachen eines Gefangenen, der von Freiheit träumte". (Otto Ernst)

Solange du träumst - deine Augen geschlossen hälst, ist alles möglich, doch nichts getan.


Was geschieht mit deinen Träumen, wenn du die Augen aufmachst?

Wie sieht dann deine Welt aus?


Träumst du von Freiheit?

Welche konkreten Schritte wirst du heute machen, um das zu verwirklichen?


#2 "Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen".  (Siddhartha)

Wann ist das Maß voll? Dein Maß! Wo ist die Grenze, an der du merkst,

dass du das Leid nicht mehr ertragen kannst?


Woran erkennst du das?


Was wirst du tun?


#3 "Es nützt nichts, ein guter Mensch zu sein, wenn man nichts tut". (Buddha)

Was ist zu tun, um ein guter Mensch zu sein?

Frage dich einfach:

Welche meiner Fähigkeiten will ich heute einsetzen, um den Menschen zu dienen?


Dienen im Sinne von helfen zum Wohle aller.


#4 "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es". (Goethe)

Allein schon der Wunsch zu dienen, bringt Ideen hervor. Pick dir eine davon heraus und setze sie um.

Es ist ganz einfach.


#5 "Nicht die Sprüche sind es, an denen es fehlt. Die Bücher sind voll davon; Woran es fehlt, sind die Menschen, die sie anwenden". (Epiket)

Papier ist geduldig. Worte bleiben leere Hülsen, wenn sie nicht gelebt werden.

Mach keine Ankündigungen, was du alles machen willst.


Schweige und handle. Tu es! Worauf wartest du? Darauf, dass es ein anderer tut?

Doch vielleicht bist gerade DU derjenige, der dazu bestimmt ist.

Weil DU genau die Fähigkeiten hast, die jetzt so dringend gebraucht werden.


#6 "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen". (Jesus)

Wenn du wissen willst, was du in dieser Welt einmal hinterlassen wirst, brauchst du dir lediglich betrachten,

was du gerade machst und womit du gerade gedanklich beschäftigt bist.


Erforsche aufmerksam nach deinen Motiven - nach deiner Motivation. Nach deinem WARUM.

Damit kommst du dir sehr schnell auf die Schliche.


Es braucht dazu nur deine volle Aufmerksamkeit und Aufrichtigkeit zu dir selbst.

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